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Veröffentlicht: 14.08.2026

Warum pinkelt mein Hund zur Begrüßung? Ursachen und Hilfe

Warum pinkelt mein Hund zur Begrüßung? Ursachen und Hilfe

Warum pinkelt mein Hund zur Begrüßung? Ursachen und Hilfe

Wenn sich ein Hund bei der Begrüßung löst, fragen sich viele Hundehalter: Warum pinkelt mein Hund zur Begrüßung? In den meisten Fällen geschieht das nicht absichtlich. Das Urinieren kann eine unwillkürliche Reaktion auf starke Aufregung, Freude, Stress, Angst oder Unsicherheit sein.

Vor allem junge Hunde können ihre Blase in emotional besonders intensiven Situationen noch nicht zuverlässig kontrollieren. Bei anderen Hunden steckt eher ein beschwichtigendes Verhalten dahinter. Deshalb bedeutet „Freudenpinkeln“ nicht automatisch, dass der Hund einfach nur glücklich ist.

Entscheidend ist die gesamte Körpersprache des Hundes. Ein aufgeregter Hund kann beispielsweise wedeln, springen und sich hektisch bewegen. Ein unsicherer Hund kann dagegen den Körper absenken, die Ohren zurücklegen, den Blick abwenden oder die Rute einziehen.

Die gute Nachricht: Mit ruhigen, vorhersehbaren Begrüßungen und einem passenden Training lässt sich das Problem häufig reduzieren. Bei plötzlich auftretendem oder ungewöhnlich häufigem Urinieren sollte jedoch immer auch eine körperliche Ursache berücksichtigt werden.

Warum pinkelt mein Hund bei der Begrüßung?

Wenn ein Hund bei der Begrüßung pinkelt, kommen verschiedene Ursachen infrage. Häufig spielt nicht eine einzelne Emotion eine Rolle. Aufregung, Freude, Unsicherheit und Stress können sich überschneiden.

Freudenpinkeln und starke Aufregung

Beim sogenannten Freudenpinkeln beim Hund führt eine besonders intensive emotionale Erregung dazu, dass der Hund unwillkürlich Urin verliert. Das kann beispielsweise passieren, wenn der Hundehalter nach Hause kommt, ein besonders geliebter Mensch den Hund begrüßt oder ein aufregender Besuch beginnt.

Der Hund kann dabei sehr lebhaft wirken: Er springt, wedelt stark mit der Rute, läuft hin und her, fiept oder versucht sofort, Körperkontakt aufzunehmen. Die hohe Erregung kann dazu führen, dass die Blasenkontrolle in diesem Moment nicht zuverlässig funktioniert.

Beschwichtigungspinkeln

Beim Beschwichtigungspinkeln beim Hund steht dagegen häufig Unsicherheit im Vordergrund. Der Hund versucht möglicherweise, eine soziale Situation zu entschärfen und signalisiert, dass er keinen Konflikt möchte.

Typische Anzeichen können eine geduckte Körperhaltung, zurückgelegte Ohren, eine eingezogene Rute, das Abwenden des Kopfes oder das Vermeiden von Blickkontakt sein.

Das Verhalten wird manchmal fälschlicherweise als „schlechtes Gewissen“ bezeichnet. Tatsächlich sollte man aus solchen Signalen nicht schließen, dass der Hund weiß, dass er etwas falsch gemacht hat.

Angst, Stress und Unsicherheit

Ein Hund kann während einer Begrüßung gleichzeitig Kontakt suchen und sich trotzdem unwohl fühlen. Besonders direkte oder intensive Annäherungen können für unsichere Hunde belastend sein.

Laute Stimmen, hektische Bewegungen, intensiver Blickkontakt, das Beugen über den Hund oder eine schnelle Handbewegung in Richtung Kopf können eine solche Situation zusätzlich verstärken.

Ein Hund, der aus Unsicherheit uriniert, braucht daher keine strengere Erziehung, sondern eine ruhigere und besser vorhersehbare Umgebung.

Welpen und noch nicht ausgereifte Blasenkontrolle

Bei Welpen kommt hinzu, dass die Kontrolle über die Blase noch nicht vollständig entwickelt ist. Gleichzeitig müssen junge Hunde erst lernen, mit aufregenden Situationen umzugehen.

Ein Welpe, der vor Aufregung pinkelt, ist deshalb nicht automatisch noch nicht stubenrein. Auch ein Welpe, der im Alltag bereits zuverlässig nach draußen geht, kann bei einer besonders intensiven Begrüßung einen Unfall haben.

Überfordernde Begrüßungssituationen

Manchmal ist die eigentliche Ursache schlicht eine zu intensive Begrüßung. Mehrere Menschen, laute Stimmen, Streicheln, Umherlaufen und große Aufmerksamkeit können für einen Hund schnell zu viel werden.

Je stärker die Erregung steigt, desto schwieriger kann es für den Hund sein, ruhig zu bleiben. Eine entspanntere Begrüßung kann deshalb bereits einen deutlichen Unterschied machen.

Was bedeutet Freudenpinkeln beim Hund?

Freudenpinkeln beschreibt ein unwillkürliches Urinieren in Situationen, die eine besonders starke emotionale Reaktion auslösen. Es kann auftreten, wenn der Hundehalter nach Hause kommt, bei der Begrüßung einer vertrauten Person oder während besonders ausgelassener Interaktionen.

Welpen und junge Hunde sind davon häufiger betroffen. Ihre Blasenkontrolle entwickelt sich noch, und auch die Fähigkeit, starke Emotionen zu regulieren, muss sich erst entwickeln.

Wichtig ist: Freudenpinkeln ist kein Zeichen von Ungehorsam. Der Hund entscheidet sich nicht bewusst dafür, den Boden zu verunreinigen. Schimpfen oder Bestrafen kann deshalb nicht die eigentliche Ursache lösen.

Bei vielen jungen Hunden wird das Verhalten mit zunehmender Reife seltener. Trotzdem sollte jeder Hund individuell betrachtet werden. Wenn das Urinieren sehr häufig auftritt, sich nicht auf Begrüßungssituationen beschränkt oder bei einem erwachsenen Hund plötzlich beginnt, sollte eine tierärztliche Abklärung erfolgen.

Freudenpinkeln oder Beschwichtigungspinkeln – wo liegt der Unterschied?

Die Begriffe werden im Alltag häufig vermischt. Die Körpersprache kann jedoch Hinweise darauf geben, ob vor allem starke Aufregung oder eher Unsicherheit und Beschwichtigung im Vordergrund stehen.

Merkmal Freudenpinkeln beziehungsweise Erregungsurinieren Beschwichtigungspinkeln beziehungsweise Stresspinkeln
Typische Auslöser Intensive Begrüßungen, Heimkehr des Hundehalters, aufregende Personen oder Situationen Direkte Annäherung, laute Stimmen, Druck, ungewohnte oder einschüchternde Situationen
Körpersprache Hektisches Wedeln, Springen, Herumlaufen, starke Erregung Geduckte Haltung, zurückgelegte Ohren, eingezogene Rute, Abwenden des Blicks
Emotionale Verfassung Stark aufgeregt und emotional aktiviert Unsicher, ängstlich, überfordert oder beschwichtigend
Verhalten bei der Begrüßung Der Hund sucht meist aktiv Kontakt und wirkt sehr lebhaft Der Hund versucht häufig, sozialen Druck zu reduzieren oder Abstand zu schaffen
Hinweise auf Angst oder Unsicherheit Nicht unbedingt vorhanden Häufig deutlich erkennbar, insbesondere an Körperhaltung und Blickverhalten

Die Grenzen sind allerdings nicht immer eindeutig. Ein Hund kann sich beispielsweise sehr über eine Person freuen und gleichzeitig durch deren hektische Begrüßung überfordert sein. Deshalb sollte nicht nur darauf geachtet werden, wann der Hund uriniert, sondern auch darauf, wie er sich unmittelbar davor und danach verhält.

Warum pinkelt mein Hund, wenn ich nach Hause komme?

Wenn ein Hund pinkelt, wenn ich nach Hause komme, ist die Rückkehr des Hundehalters häufig ein besonders emotionaler Moment. Nach einer längeren Abwesenheit kann die Wiedersehensfreude sehr intensiv ausfallen.

Springen, Winseln, hektisches Wedeln und sofortiger Körperkontakt können die Erregung zusätzlich steigern. Bei manchen Hunden reicht diese starke emotionale Aktivierung aus, um unwillkürlich Urin zu verlieren.

Auch die Art der Begrüßung kann eine Rolle spielen. Eine hohe Stimme, hektische Bewegungen, intensiver Blickkontakt oder sofortiges Streicheln können die Situation noch aufregender machen.

Besonders das Streicheln über den Kopf kann für unsichere Hunde unangenehm sein. Wer einen Hund begrüßt, sollte sich daher nicht automatisch über ihn beugen und die Hand direkt auf den Kopf legen.

Dasselbe kann bei Besuch passieren. Ein Hund, der bei Besuch pinkelt, reagiert möglicherweise auf die Türklingel, die Ankunft fremder oder vertrauter Menschen, Stimmen und die allgemeine Aufregung im Haushalt.

Was kann ich gegen Freudenpinkeln tun?

Wenn Sie das Freudenpinkeln abgewöhnen möchten, sollte das Ziel nicht sein, den Hund für das Urinieren zu korrigieren. Sinnvoller ist es, die Situation so zu verändern, dass die emotionale Erregung gar nicht erst so stark ansteigt.

1. Begrüßungen ruhig und vorhersehbar gestalten

Gestalten Sie die Ankunft möglichst ruhig. Vermeiden Sie überschwängliche Begrüßungen und geben Sie dem Hund Zeit, sich zu sammeln.

2. Bei starker Aufregung zunächst wenig Aufmerksamkeit geben

Wenn der Hund völlig aufgedreht ist, kann es sinnvoll sein, ihn für einen kurzen Moment nicht zu beachten. Das bedeutet nicht, ihn zu bestrafen oder emotional zurückzuweisen. Er soll lediglich die Möglichkeit bekommen, sich zu beruhigen.

3. Nicht sofort sprechen, streicheln oder intensiven Blickkontakt aufnehmen

Warten Sie einen Moment, bevor Sie den Hund direkt ansprechen oder anfassen. Gerade bei unsicheren Hunden kann weniger Aufmerksamkeit zu Beginn deutlich angenehmer sein.

4. Warten, bis der Hund ruhiger wird

Begrüßen Sie den Hund erst dann ausführlicher, wenn die erste Aufregung nachgelassen hat. Ein ruhiges Verhalten kann dabei bewusst verstärkt werden.

5. Vor oder direkt nach der Ankunft nach draußen gehen

Wenn es möglich ist, sollte der Hund vor einer erwarteten Begrüßung noch einmal Gelegenheit zum Lösen bekommen. Nach der Ankunft kann ebenfalls ein kurzer Gang nach draußen sinnvoll sein.

6. Ruhiges Verhalten belohnen

Belohnen Sie beispielsweise ruhiges Sitzen oder entspanntes Stehen. So lernt der Hund, dass sich ein gelassener Umgang mit Begrüßungssituationen lohnt.

7. Ein alternatives Begrüßungsverhalten trainieren

Statt hektischem Springen kann der Hund beispielsweise lernen, auf einer Matte zu warten oder sich hinzusetzen. Die neue Routine sollte zunächst in ruhigen Situationen geübt und anschließend langsam auf echte Begrüßungen übertragen werden.

8. Besucher über die richtige Vorgehensweise informieren

Alle Beteiligten sollten möglichst gleich reagieren. Wenn der Hundehalter ruhig begrüßt, Besucher den Hund aber sofort überschwänglich anfassen, wird die Situation für den Hund unnötig schwierig.

9. Missgeschicke ruhig und gründlich beseitigen

Reinigen Sie betroffene Stellen gründlich, ohne den Hund dabei zu beschimpfen. Geeignete Reiniger für Haustierurin können helfen, zurückbleibende Gerüche zu reduzieren.

10. Den Hund niemals bestrafen oder anschreien

Strafen lösen weder Aufregung noch Unsicherheit. Bei einem Hund, der aus Angst oder zur Beschwichtigung uriniert, kann zusätzlicher Druck das Problem sogar verstärken.

Wie sollten Besucher einen Hund begrüßen?

Besucher können wesentlich dazu beitragen, dass eine Begrüßung entspannt abläuft. Besonders bei einem unsicheren Hund sollte die Kontaktaufnahme möglichst wenig Druck erzeugen.

  • Nicht frontal auf den Hund zugehen.
  • Sich nicht über den Hund beugen.
  • Langen direkten Blickkontakt vermeiden.
  • Den Hund selbst Kontakt aufnehmen lassen.
  • Mit ruhiger Stimme sprechen.
  • Nur kurz und ruhig streicheln.
  • Bei Anzeichen von Stress die Interaktion beenden.

Manchmal ist es sogar am besten, wenn der Besucher den Hund zunächst vollständig ignoriert. Der Hund kann dann selbst entscheiden, wann er näherkommen möchte. Das kann besonders unsicheren Tieren helfen, die Situation besser einzuschätzen.

Was sollte man beim Freudenpinkeln vermeiden?

  • Den Hund nicht bestrafen.
  • Nicht schimpfen.
  • Den Hund nicht beschämen.
  • Die Nase niemals in den Urin drücken.
  • Keine hektische Begrüßung erzwingen.
  • Keine Dominanzmethoden anwenden.
  • Das Verhalten nicht als Bosheit oder Ungehorsam bewerten.

Das Urinieren bei einer emotionalen Begrüßung ist in der Regel keine bewusste Entscheidung des Hundes. Bestrafung hilft deshalb nicht dabei, die zugrunde liegende emotionale Reaktion zu verändern.

Wann sollte ich mit meinem Hund zum Tierarzt?

Nicht jedes Urinieren in der Wohnung ist ein Verhaltensproblem. Wenn sich das Verhalten verändert oder weitere Symptome auftreten, sollte eine körperliche Ursache ausgeschlossen werden.

Eine tierärztliche Untersuchung ist besonders wichtig, wenn:

  • das Verhalten bei einem erwachsenen Hund plötzlich beginnt,
  • der Hund auch außerhalb von Begrüßungssituationen uriniert,
  • er deutlich häufiger als gewöhnlich urinieren muss,
  • er beim Urinieren presst oder Schmerzen zeigt,
  • Blut im Urin zu sehen ist,
  • der Hund deutlich mehr trinkt als sonst,
  • er im Schlaf oder während des Ruhens Urin verliert,
  • weitere Krankheitszeichen auftreten.

Auch wenn ein Hund plötzlich in die Wohnung pinkelt, sollte nicht automatisch angenommen werden, dass er wieder „stubenrein trainiert“ werden muss. Eine Veränderung des Urinierverhaltens kann verschiedene Ursachen haben und sollte bei Bedarf tierärztlich abgeklärt werden.

Ein Ratgeber kann keine tierärztliche Diagnose ersetzen. Besonders bei Schmerzen, Blut im Urin, deutlichen Veränderungen des Trink- oder Urinierverhaltens oder anderen Krankheitszeichen sollte der Hund professionell untersucht werden.

Häufig gestellte Fragen

Warum pinkelt mein Hund, wenn ich nach Hause komme?

Die Rückkehr des Hundehalters kann eine sehr starke emotionale Reaktion auslösen. Intensive Aufregung, hektische Bewegungen und sofortiger Körperkontakt können dazu führen, dass der Hund unwillkürlich Urin verliert. Eine ruhige Begrüßung kann helfen.

Ist Freudenpinkeln bei Welpen normal?

Bei Welpen kann emotional bedingtes Urinieren vorkommen. Die Blasenkontrolle entwickelt sich noch, und junge Hunde müssen außerdem erst lernen, mit starker Aufregung umzugehen. Mit zunehmender Reife kann das Verhalten seltener werden.

Was ist der Unterschied zwischen Freudenpinkeln und Beschwichtigungspinkeln?

Beim Freudenpinkeln steht meist eine sehr hohe Erregung im Vordergrund. Beim Beschwichtigungspinkeln zeigen Hunde häufiger Anzeichen von Unsicherheit oder Stress, beispielsweise eine geduckte Körperhaltung, zurückgelegte Ohren oder eine eingezogene Rute.

Wie kann ich meinem Hund das Freudenpinkeln abgewöhnen?

Gestalten Sie Begrüßungen ruhig, vermeiden Sie unnötige Aufregung und warten Sie mit intensivem Kontakt, bis der Hund ruhiger ist. Belohnen Sie gelassenes Verhalten und trainieren Sie eine alternative Begrüßungsroutine.

Soll ich meinen Hund bei der Begrüßung ignorieren?

Bei einem sehr aufgeregten Hund kann es sinnvoll sein, ihm zunächst kurz wenig Aufmerksamkeit zu geben. Sobald er ruhiger wird, können Sie ihn freundlich begrüßen. Es geht nicht um Bestrafung, sondern darum, die Erregung nicht zusätzlich zu steigern.

Darf ich meinen Hund bestrafen, wenn er bei der Begrüßung pinkelt?

Nein. Das Urinieren ist häufig unwillkürlich. Bestrafung kann insbesondere bei unsicheren oder ängstlichen Hunden zusätzlichen Stress verursachen und das Problem verschlimmern.

Warum pinkelt mein Hund bei Besuch?

Besuch kann für einen Hund sehr aufregend sein. Türklingel, Stimmen, Bewegung und die direkte Aufmerksamkeit der Gäste können starke Erregung oder Unsicherheit auslösen. Ruhige Begrüßungen und klare Regeln für Besucher können helfen.

Warum pinkelt mein Hund nur bei bestimmten Personen?

Bestimmte Personen können eine besonders starke emotionale Reaktion auslösen. Möglich sind beispielsweise besonders große Freude, Unsicherheit oder eine ungewöhnliche Art der Annäherung. Beobachten Sie deshalb die Körpersprache des Hundes bei den jeweiligen Personen.

Warum pinkelt mein Hund, wenn ich ihn streichle?

Streicheln kann die Erregung eines Hundes weiter erhöhen. Bei einem unsicheren Hund kann Berührung dagegen unangenehm sein. Warten Sie auf einen ruhigen Moment und wählen Sie eine sanfte, kurze Berührung, statt den Hund sofort intensiv zu streicheln.

Wird Freudenpinkeln mit dem Alter besser?

Bei vielen jungen Hunden wird das Verhalten mit zunehmender Reife seltener. Eine Garantie gibt es jedoch nicht. Ruhige Begrüßungen und ein passendes Training können die Entwicklung zusätzlich unterstützen.

Woran erkenne ich Stresspinkeln?

Achten Sie auf die gesamte Körpersprache. Eine geduckte Haltung, zurückgelegte Ohren, eine eingezogene Rute, Abwenden des Kopfes, Vermeiden von Blickkontakt oder Zurückweichen können auf Unsicherheit oder Stress hinweisen.

Wann muss ich wegen des Urinierens zum Tierarzt?

Eine tierärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn das Verhalten plötzlich auftritt, der Hund auch in anderen Situationen uriniert, sehr häufig urinieren muss, Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen zeigt, Blut im Urin hat, deutlich mehr trinkt oder im Schlaf Urin verliert.

Das Wichtigste auf einen Blick

Wenn ein Hund bei der Begrüßung uriniert, geschieht dies normalerweise nicht aus Bosheit oder Ungehorsam. Freudenpinkeln beim Hund kann durch starke Aufregung ausgelöst werden, während Beschwichtigungspinkeln eher mit Unsicherheit, Stress oder Angst verbunden sein kann.

Besonders Welpen und junge Hunde können von emotional bedingtem Urinieren betroffen sein, weil ihre Blasenkontrolle und ihre Fähigkeit zur Regulation starker Erregung noch nicht vollständig entwickelt sind.

Am besten helfen ruhige, vorhersehbare Begrüßungen, ausreichend Abstand, wenig Druck und die Belohnung von entspanntem Verhalten. Bestrafung, Anschreien und Dominanzmethoden sind keine geeignete Lösung.

Wenn das Urinieren plötzlich bei einem erwachsenen Hund beginnt, außerhalb von Begrüßungen auftritt oder von häufigem Wasserlassen, Schmerzen, Blut im Urin, starkem Durst oder Urinverlust im Schlaf begleitet wird, sollte ein Tierarzt die Ursache abklären.

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